Wer ist Eleri Lopp?
Eleri Lopp ist eine estnische Naturschützerin, Naturführerin und Wildtierfotografin sowie die Gründerin von Naturestonia. Sie wurde auf einer kleinen estnischen Insel geboren und wuchs auf dem Festland zwischen Wäldern auf. Seit ihrer Kindheit lebt sie in enger Verbindung mit der Natur. Der Wald war ihr Spielplatz.
Sie ist seit 15 Jahren als Naturführerin tätig und kennt die Wälder in ganz Estland, in denen sich die Tiere bewegen. Ihre größte Leidenschaft gilt den Großraubtieren. Jahrelang ist sie Bären, Luchsen und Wölfen über Tausende Kilometer durch ihre Reviere gefolgt.
Die Fotografie führte sie zum Naturschutz. Je mehr sie über die Natur lernte, desto deutlicher wurde ihr, dass sie Hilfe braucht. Eleri hat sich in ihrem eigenen Umfeld und auf nationaler Ebene für den Schutz der Wälder eingesetzt: zuerst mit Eingaben an Minister und staatliche Behörden und, als das nicht ausreichte, vor Gericht. Ihr Kampf für Estlands Wölfe gelangte bis zum Gerichtshof der Europäischen Union und endete mit einem Erfolg vor dem Obersten Gerichtshof Estlands. All das tat sie ohne bezahlte Anwälte, gemeinsam mit einem Team aus Freiwilligen.
Eleris Naturschutzarbeit ist unbezahlt. Die Gerichtsverfahren, die Forschung und die Schulbesuche führt sie ehrenamtlich durch. Die Touren von Naturestonia machen diese Arbeit möglich. Wenn Sie bei Eleri buchen, unterstützen Sie direkt jemanden, der sein Leben damit verbringt, die Wölfe, Bären und Luchse zu schützen, die Sie sehen möchten.
Als Naturschützerin
Eleri hat mehrere estnische Naturschutzorganisationen gegründet, darunter MTÜ Eesti Suurkiskjad (Estnischer Verein für Großraubtiere), den Naturschutzverein der Gemeinde Kose und MTÜ Eesti Metsloomauuringud (Estnische Wildtierforschung). Ihr Schwerpunkt liegt auf Estlands Wäldern und Großraubtieren.
Ihr Ansatz ist praktisch und tatkräftig. Nachdem jahrelange Verhandlungen kaum etwas verändert hatten, wandte sie sich an die Gerichte, und die Gerichtsverfahren brachten konkrete Ergebnisse. 2020 setzte der Staat eine Quote von 140 Wölfen fest. Ihr Verein focht sie an. Der Fall gelangte vor den Gerichtshof der Europäischen Union. Dieser entschied 2025, dass der Schutzstatus einer Art auf den besten verfügbaren wissenschaftlichen Erkenntnissen und, wenn Zweifel bleiben, auf dem Vorsorgeprinzip beruhen muss. 2026 erklärte der Oberste Gerichtshof Estlands die Quote für rechtswidrig. Eleri wirkte außerdem an der Ausarbeitung des estnischen Aktionsplans für Großraubtiere mit.
Heute liegt ihr Schwerpunkt auf der Forschung. Gemeinsam mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sucht sie nach Fördermitteln, um Estlands Großraubtiere zu erforschen. Wer diese Mission teilt, ist eingeladen mitzumachen. Sie veranstaltet außerdem Naturcamps für Kinder und besucht Schulen, um über Wölfe, Bären und Luchse zu sprechen.
All das leistet sie ehrenamtlich. Die Touren von Naturestonia ermöglichen Eleri, diese Arbeit fortzusetzen.
Als Naturführerin
Eleri nimmt ihre Arbeit als Naturführerin ernst. Sie möchte ihren Gästen zeigen, was in der Natur wirklich geschieht, und ihnen helfen, es zu verstehen. Wie viele Menschen in Estland redet sie nicht viel, beantwortet aber jede Frage gern und ausführlich.
Sie leitet in ganz Estland Bären-, Elch-, Biber- und Eulenbeobachtungen, Luchsspurensuche, Wolfstouren, Vogelbeobachtungen, Moorwanderungen und Nachtwanderungen. Sichtungen garantiert sie nie. Was sie bietet, ist Zeit in echter Wildnis mit jemandem, der sie gut kennt. Die Gruppen sind klein. Private Touren sind für Paare, Fotografen und Unternehmensgruppen möglich.
Für Eleri ist die Arbeit als Naturführerin kein Job. Sie ist Teil einer größeren Mission, und Eleri genießt jede Sekunde davon.
Als Fotografin
Die Fotografie führte Eleri zum Naturschutz, und dafür ist sie dankbar. Sie arbeitet so, dass sie Wildtiere so wenig wie möglich stört. Ihr Ziel ist nicht das schönste Bild, sondern eines, das eine Geschichte erzählt. Die Welt ist voller schöner Bilder. Doch wie viele davon zeigen, was mit der Natur wirklich geschieht?
Seit Kurzem filmt Eleri auch Wildtiere und ist offen für die Zusammenarbeit mit Filmschaffenden und Produktionsteams. Ihre Fotos sind als Drucke oder digitale Dateien erhältlich. Auf Wildtiertouren bietet sie außerdem fotografische Anleitung an.
Eleris Fotografie
Estlands Großraubtiere
Begegnungen mit Bären, Luchsen und Wölfen, fotografiert in den vielen Jahren, in denen Eleri Estlands wilde Landschaften zu lesen gelernt hat.

Großraubtier
Bär
Estland hat eine der dichtesten Braunbärenpopulationen Europas. Eleri hat über Jahre ihre Wege, Fresszeiten und ihr Familienleben kennengelernt – von Müttern mit Jungen im Frühling bis zu einzelgängerischen Männchen im Spätsommer.

Großraubtier
Luchs
Der Luchs ist Estlands scheuester Beutegreifer, und nur wenige Fotografen sehen je einen in freier Wildbahn. Eleris Luchsbilder sind das Ergebnis langer, geduldiger Stunden an den Orten, an denen Luchse jagen und ruhen.
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